Am Morgen
war die Raupe gut gelaunt
sie aß etwas vom grünen Blatt
aber noch war sie nicht satt.
Kurz noch über die Straße
wo weiteres Grün blüht
in hohem Maße.
Das schaff ich noch
dachte sich die Raupe
als der Rennradfahrer kam.

Am Morgen
war die Raupe gut gelaunt
sie aß etwas vom grünen Blatt
aber noch war sie nicht satt.
Kurz noch über die Straße
wo weiteres Grün blüht
in hohem Maße.
Das schaff ich noch
dachte sich die Raupe
als der Rennradfahrer kam.

Bist Du glücklich?
Glücklich mit mir?
Glücklich mit unserem Leben?
Du sagst jah,
doch manchmal, manchmal
meine ich
ist in Deinen Augen
etwas anderes zu lesen.
Oder ist es nur,
meine Angst,
Angst vor Verlust?
Ist es nur meine Unsicherheit?
Unsicherheit mit mir,
in mir, und um mich herum?
Glaube ich nur,
man könne mit mir nicht glücklich sein?
Weil ich oft mit mir nicht glücklich bin?
Zweifel über mich zernagen
Du bist erwachsen.
kannst es mir ruhig sagen,
fürchte Dich nicht,
vor dem Kind in Dir und in mir.
Jedenfalls ist die Zeit zu knapp
um auf Dauer unglücklich zu sein,
in selbst geschaffenen Verliesen
das Leben zu versuchen.
Laura

Unendlich
die Karte
unseres
Seins.
Vielfältig
all die Häfen
all die Küsten
all die Inseln
all Menschen
die uns begegnen.
Manche
habe ich schon
besegelt
Manche Gewässer
Manche Untiefen
erforscht.
Auf einer Insel
dort am Strand
fand ich Dich.
Wir haben uns
in ruhige Häfen
retten können
Haben auf tosender See
gesegelt
einander gehalten
in stürmischen Zeiten.
Immer konnten wir
vertrauen
dem Portolan
des Lebens.
Laura

„Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.“
Marie von Ebner-Eschenbach, 13.09.1830 – 12.03.1916
Einer meiner Lieblingssprüche. Letztlich machen uns nur unsere Träume und Gefühle und ein gesundes Bewußtsein von uns selbst, tief im Inneren reich. Alles andere ist schön, ist unterhaltsam, schafft vielleicht Sicherheit, ist aber letztlich Schmuck am Nachthemd.
Gerade in Zeiten wie diesen, in denen uns die wirtschaftliche Sicherheit abhanden kommt, ist es wichtig sich zu erinnern worauf es wirklich ankommt und vielleicht auch zu überlegen auf was man notfalls verzichten könnte.
Auf Träume und unsere Gefühle sollten wir aber nie verzichten und auch nicht darauf zu ihnen zu stehen…unbedingt.
Laura

Das Sein ist weder einfach
noch ist es leicht.
Auf des Lebens Strecke
kommt einem zuweilen
die Leichtigkeit des Seins
abhanden.
Erstaunt schaut man sich um
wo ist sie nur
das Etwas, was nie gewesen.
Nun liegt sie an verborgnem Ort
Während das Gewicht des Seins
nun auf mir lastet
wie ein steinerner Ring
um meine Seele.
Laura

Der Tag flieht aus der Stadt,
ich denke mir,
weil er genug gesehen hat.
Kälte schleicht mich an
und ich sehne mich nach Dir.
Nur Deine Wärme, Herz und Liebe
füllt den leeren Raum in mir.
Dieser Raum in dem
sonst nur kalte Winde tosen.
wird dann warm und licht.
Und durch die stählernen
Ringe an der Wand
wachsen Rosen.
Laura

Seelenvogel in weitem Kleid
tanzt den Reigen des Lebens
In dieser Wahrheit
ist für Dich noch keine Zeit.
Du hebst Die Arme
und drehst einen Schritt
Schönes Wesen
nimm mich doch mit.
Obwohl ich schon alt
teile ich mit Dir neben Tugend
Anmut und auch Judgend
Ich kann sie doch fühlen
Deine Brüste und Schenkel
in mir als Teil des Meinen.
Doch dann platzt die Blase
es verfliegt der Traum
Dein zarter Duft
ist nur noch Nebel
Und zurück bleibe ich
einfach nur ich.
Laura

Wut entfesselt Kraft
ungestüme Macht
unbeugbar, unlenkbare
Naturgewalt
macht auch vor mir
am Ende nicht halt.
Wie des Gewitters Blitz
Leuchten und Brennen
vernichtend und kalt.
Dann danach
erschöpfte Tränen
tropfen auf zerrüttetes Feld
Zusammenbruch und Scham.
So lieg ich da
in Schutt und Asche.
Laura

Panzergerassel, Pistolenschuss,
Raketenblitz, Kanonendonner,
Städte zerstört, unbewohnbar,
Handel, Leben, Märkte
vorbei und aus.
Friedende SoldatInnen
Angst und Schweiss
Schleichend, oft auch schnell
kommt der Tod.
Freude und Leben
zersplittern Leis auf Raten,
in Leiber schlägt
ein Schrappnell.
Fett vom Ganzen
werden nur die Bonzen
Weder Du wirst reich
noch ich.
Doch die Kirsche blüht
es rundet sich der Bauch
der jungen Frau
es singt der alten Mann
ein Lied von Hoffnung.
Menschen generell
sind am Krieg nicht interessiert
gewünscht wird Ruhe, Freiheit
und Frieden.
Packt Euch Ihr
Gewinnler, Bonzen und
Rüstungsaktionäre
Ihr seid fett genug.
Lasst Frieden sein
auf Erden.
Laura

Mein liebes Herz
so oft hast Du
für mich geschlagen.
Hast mich durch
Angst und Not
getragen.
Warst an meiner Seite
als mit *trans
begann ein tränenreicher Tanz.
Hast gekämpft mit hohem Druck
mit Freude, Sorgen und Pein
für all Dein Mühen
gab es weder Geld noch Schmuck.
Nun wollen die Klappen
nicht mehr richtig schließen
und ein wenig schwächelst Du.
Das soll mich nicht verdrießen
Es wird Zeit
Dir Aufmerksamkeit zu schenken.
Liebevoll nehm ich Dich
in meine zarte Hand.
Laura