Kategorie: nachdenklich

  • Glücklich

    Glücklich

    Bist Du glücklich?
    Glücklich mit mir?
    Glücklich mit unserem Leben?

    Du sagst jah,
    doch manchmal, manchmal
    meine ich
    ist in Deinen Augen
    etwas anderes zu lesen.

    Oder ist es nur,
    meine Angst,
    Angst vor Verlust?

    Ist es nur meine Unsicherheit?
    Unsicherheit mit mir,
    in mir, und um mich herum?

    Glaube ich nur,
    man könne mit mir nicht glücklich sein?
    Weil ich oft mit mir nicht glücklich bin?

    Zweifel über mich zernagen
    Du bist erwachsen.
    kannst es mir ruhig sagen,
    fürchte Dich nicht,
    vor dem Kind in Dir und in mir.

    Jedenfalls ist die Zeit zu knapp
    um auf Dauer unglücklich zu sein,
    in selbst geschaffenen Verliesen
    das Leben zu versuchen.

    Laura

  • Portolan des Lebens

    Portolan des Lebens

    Unendlich
    die Karte
    unseres
    Seins.

    Vielfältig
    all die Häfen
    all die Küsten
    all die Inseln
    all Menschen
    die uns begegnen.

    Manche
    habe ich schon
    besegelt
    Manche Gewässer
    Manche Untiefen
    erforscht.

    Auf einer Insel
    dort am Strand
    fand ich Dich.

    Wir haben uns
    in ruhige Häfen
    retten können
    Haben auf tosender See
    gesegelt
    einander gehalten
    in stürmischen Zeiten.

    Immer konnten wir
    vertrauen
    dem Portolan
    des Lebens.

    Laura

  • Arm und Reich

    Arm und Reich

    „Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.“

    Marie von Ebner-Eschenbach, 13.09.1830 – 12.03.1916

    Einer meiner Lieblingssprüche. Letztlich machen uns nur unsere Träume und Gefühle und ein gesundes Bewußtsein von uns selbst, tief im Inneren reich. Alles andere ist schön, ist unterhaltsam, schafft vielleicht Sicherheit, ist aber letztlich Schmuck am Nachthemd.
    Gerade in Zeiten wie diesen, in denen uns die wirtschaftliche Sicherheit abhanden kommt, ist es wichtig sich zu erinnern worauf es wirklich ankommt und vielleicht auch zu überlegen auf was man notfalls verzichten könnte.

    Auf Träume und unsere Gefühle sollten wir aber nie verzichten und auch nicht darauf zu ihnen zu stehen…unbedingt.

    Laura

  • Die Leichtigkeit des Seins

    Die Leichtigkeit des Seins

    Das Sein ist weder einfach
    noch ist es leicht.

    Auf des Lebens Strecke
    kommt einem zuweilen
    die Leichtigkeit des Seins
    abhanden.

    Erstaunt schaut man sich um
    wo ist sie nur
    das Etwas, was nie gewesen.

    Nun liegt sie an verborgnem Ort
    Während das Gewicht des Seins
    nun auf mir lastet
    wie ein steinerner Ring
    um meine Seele.

    Laura

  • Abends

    Abends

    Der Tag flieht aus der Stadt,
    ich denke mir,
    weil er genug gesehen hat.

    Kälte schleicht mich an
    und ich sehne mich nach Dir.

    Nur Deine Wärme, Herz und Liebe
    füllt den leeren Raum in mir.

    Dieser Raum in dem
    sonst nur kalte Winde tosen.
    wird dann warm und licht.

    Und durch die stählernen
    Ringe an der Wand
    wachsen Rosen.

    Laura

  • Schicksal

    Schicksal

    Seelenvogel in weitem Kleid
    tanzt den Reigen des Lebens
    In dieser Wahrheit
    ist für Dich noch keine Zeit.

    Du hebst Die Arme
    und drehst einen Schritt
    Schönes Wesen
    nimm mich doch mit.

    Obwohl ich schon alt
    teile ich mit Dir neben Tugend
    Anmut und auch Judgend

    Ich kann sie doch fühlen
    Deine Brüste und Schenkel
    in mir als Teil des Meinen.

    Doch dann platzt die Blase
    es verfliegt der Traum
    Dein zarter Duft
    ist nur noch Nebel

    Und zurück bleibe ich
    einfach nur ich.

    Laura

  • Wut

    Wut

    Wut entfesselt Kraft
    ungestüme Macht
    unbeugbar, unlenkbare
    Naturgewalt
    macht auch vor mir
    am Ende nicht halt.

    Wie des Gewitters Blitz
    Leuchten und Brennen
    vernichtend und kalt.

    Dann danach
    erschöpfte Tränen
    tropfen auf zerrüttetes Feld
    Zusammenbruch und Scham.

    So lieg ich da
    in Schutt und Asche.

    Laura

  • Frieden

    Frieden

    Panzergerassel, Pistolenschuss,
    Raketenblitz, Kanonendonner,
    Städte zerstört, unbewohnbar,
    Handel, Leben, Märkte
    vorbei und aus.

    Friedende SoldatInnen
    Angst und Schweiss
    Schleichend, oft auch schnell
    kommt der Tod.

    Freude und Leben
    zersplittern Leis auf Raten,
    in Leiber schlägt
    ein Schrappnell.

    Fett vom Ganzen
    werden nur die Bonzen
    Weder Du wirst reich
    noch ich.

    Doch die Kirsche blüht
    es rundet sich der Bauch
    der jungen Frau
    es singt der alten Mann
    ein Lied von Hoffnung.

    Menschen generell
    sind am Krieg nicht interessiert
    gewünscht wird Ruhe, Freiheit
    und Frieden.

    Packt Euch Ihr
    Gewinnler, Bonzen und
    Rüstungsaktionäre
    Ihr seid fett genug.

    Lasst Frieden sein
    auf Erden.

    Laura

  • Herz

    Herz

    Mein liebes Herz
    so oft hast Du
    für mich geschlagen.

    Hast mich durch
    Angst und Not
    getragen.

    Warst an meiner Seite
    als mit *trans
    begann ein tränenreicher Tanz.

    Hast gekämpft mit hohem Druck
    mit Freude, Sorgen und Pein
    für all Dein Mühen
    gab es weder Geld noch Schmuck.

    Nun wollen die Klappen
    nicht mehr richtig schließen
    und ein wenig schwächelst Du.

    Das soll mich nicht verdrießen
    Es wird Zeit
    Dir Aufmerksamkeit zu schenken.

    Liebevoll nehm ich Dich
    in meine zarte Hand.

    Laura

  • Lass Dir bloß nichts anderes einreden: Es ist schön eine Frau zu sein!

    Lass Dir bloß nichts anderes einreden: Es ist schön eine Frau zu sein!

    (Aus „Frausein“ von Mely Kiyak)

    Mely Kiyak erzählt uns von einer jungen Frau, die sich, ihren Körper, ihren Geist und ihre Seele erforscht und in ihren Geschichten anderen berichtet, aber auch von anderen Frauen, z.B. ihren Cousinen berichten lässt.

    Die eigenen Erfahrungen mit sich selbst haben sie zu dieser Aussage gebracht und damit anderen Mädchen oder jungen Frauen Mut gemacht.

    „Lass Dir bloß nichts anderes einreden…!“ bedeutet, dass die Gesellschaft versuchen wird Dein Frausein schlecht zu machen, Dich zu erniedrigen und zu beschämen. Das ist etwas was uns immer wieder in unserem gesellschaftlichen Umfeld begegnet. Gewalt, Gender Gap, Kampf um Frauenrechte, die eigentlich Menschenrechte sind. Eine Aufzählung, die beliebig fortgesetzt werden könnte.

    „Es ist schön eine Frau zu sein“. Das ist die Quintessenz der Ich-Erfahrung, Mut machend und bestärkend. Vielleicht nicht aus einem Weil, sondern einem Trotzdem geboren. Alle Stärken, alle Besonderheiten, die Du hast. All das ist schön.

    Damit möchte ich allen Frauen meinen Gruß entbieten. Seid mutig oder auch schwach. Seid die Frau, die Ihr in Euch fühlt.

    Ja, das gilt auch für Wesenheiten wie mich.

    Laura