Am Morgen
war die Raupe gut gelaunt
sie aß etwas vom grünen Blatt
aber noch war sie nicht satt.
Kurz noch über die Straße
wo weiteres Grün blüht
in hohem Maße.
Das schaff ich noch
dachte sich die Raupe
als der Rennradfahrer kam.

Am Morgen
war die Raupe gut gelaunt
sie aß etwas vom grünen Blatt
aber noch war sie nicht satt.
Kurz noch über die Straße
wo weiteres Grün blüht
in hohem Maße.
Das schaff ich noch
dachte sich die Raupe
als der Rennradfahrer kam.

Bist Du glücklich?
Glücklich mit mir?
Glücklich mit unserem Leben?
Du sagst jah,
doch manchmal, manchmal
meine ich
ist in Deinen Augen
etwas anderes zu lesen.
Oder ist es nur,
meine Angst,
Angst vor Verlust?
Ist es nur meine Unsicherheit?
Unsicherheit mit mir,
in mir, und um mich herum?
Glaube ich nur,
man könne mit mir nicht glücklich sein?
Weil ich oft mit mir nicht glücklich bin?
Zweifel über mich zernagen
Du bist erwachsen.
kannst es mir ruhig sagen,
fürchte Dich nicht,
vor dem Kind in Dir und in mir.
Jedenfalls ist die Zeit zu knapp
um auf Dauer unglücklich zu sein,
in selbst geschaffenen Verliesen
das Leben zu versuchen.
Laura

Heute morgen war die Luft so mild,
die Muskeln beweglich
und der Geist klar.
Ich war eins mit dem Rad.
Da dachte ich mir,
was wäre, was würde passieren,
wenn ich einfach weiterführe,
immer weiter, nicht anhalten,
nicht für die Arbeit, nicht für die Pflichten,
nicht für Geld und nicht für Dich.
Einfach fahren,
bis ans Ende der Welt,
vielleicht würde ich aus mir herausfahren
und würde frei…
Laura

Unendlich
die Karte
unseres
Seins.
Vielfältig
all die Häfen
all die Küsten
all die Inseln
all Menschen
die uns begegnen.
Manche
habe ich schon
besegelt
Manche Gewässer
Manche Untiefen
erforscht.
Auf einer Insel
dort am Strand
fand ich Dich.
Wir haben uns
in ruhige Häfen
retten können
Haben auf tosender See
gesegelt
einander gehalten
in stürmischen Zeiten.
Immer konnten wir
vertrauen
dem Portolan
des Lebens.
Laura

müde
lähmend
kriecht
heiße
luft
in
Lungen
Schweiß
tropft
zwischen
Deine
Brüste
atmen
ist
schwer
Dein
Kopf
schmerzt
jede
Faser
sehnt
sich
nach
dem
Gewitter
Laura

„Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.“
Marie von Ebner-Eschenbach, 13.09.1830 – 12.03.1916
Einer meiner Lieblingssprüche. Letztlich machen uns nur unsere Träume und Gefühle und ein gesundes Bewußtsein von uns selbst, tief im Inneren reich. Alles andere ist schön, ist unterhaltsam, schafft vielleicht Sicherheit, ist aber letztlich Schmuck am Nachthemd.
Gerade in Zeiten wie diesen, in denen uns die wirtschaftliche Sicherheit abhanden kommt, ist es wichtig sich zu erinnern worauf es wirklich ankommt und vielleicht auch zu überlegen auf was man notfalls verzichten könnte.
Auf Träume und unsere Gefühle sollten wir aber nie verzichten und auch nicht darauf zu ihnen zu stehen…unbedingt.
Laura

Nebel greift
nach den Farben.
Grau ergreift
mein Herz.
Gefühl endet
heute hier.
Ich löse mich auf
im Sprühnebel
feinster Tropfen.
Laura

Das Sein ist weder einfach
noch ist es leicht.
Auf des Lebens Strecke
kommt einem zuweilen
die Leichtigkeit des Seins
abhanden.
Erstaunt schaut man sich um
wo ist sie nur
das Etwas, was nie gewesen.
Nun liegt sie an verborgnem Ort
Während das Gewicht des Seins
nun auf mir lastet
wie ein steinerner Ring
um meine Seele.
Laura

Die Tage werden länger
und Wärme zieht ins Land.
Vom nahen Sommer
künden Lindenblüten
mit ihrem zarten Duft.
Sehnsucht taucht in mein Herz
Wanderstiefel
grüne Pfade.
Fernes Weh
von Einsamkeit
und unerfüllbarer Liebe
zu mir selbst.
Laura